LHM-Wechsel
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Bernhard Körner
LHM-Wechsel
Hallo allerseits
Ich werde meine DS nun abmelden (Winterschlaf). Vorher wollte ich noch einen LHM-Wechsel durchführen. Der letzte LHM-Wechsel ist vor fast 10 Jahren und etwa 20 tkm durchgeführt worden. Trotzdem sieht das LHM noch sauber und neu aus. Nun meine Fragen dazu:
Wie sind überhaubt die Wechselinterwalle?
Reicht es den Behälter zu entleeren und dann wieder mit neuem LHM zu befüllen?
Wo führt man am besten den Ablaufschlauch durch um eine große Sauerei zu vermeiden?
Oder ist es besser die LHM aus dem Behälter abzupumpen?
Womit reinigt man am besten das Ansaugsieb?
Darf LHM mit normalem Motoröl entsorgt werden?
Vielen Dank im voraus. Bernhard Körner
Ich werde meine DS nun abmelden (Winterschlaf). Vorher wollte ich noch einen LHM-Wechsel durchführen. Der letzte LHM-Wechsel ist vor fast 10 Jahren und etwa 20 tkm durchgeführt worden. Trotzdem sieht das LHM noch sauber und neu aus. Nun meine Fragen dazu:
Wie sind überhaubt die Wechselinterwalle?
Reicht es den Behälter zu entleeren und dann wieder mit neuem LHM zu befüllen?
Wo führt man am besten den Ablaufschlauch durch um eine große Sauerei zu vermeiden?
Oder ist es besser die LHM aus dem Behälter abzupumpen?
Womit reinigt man am besten das Ansaugsieb?
Darf LHM mit normalem Motoröl entsorgt werden?
Vielen Dank im voraus. Bernhard Körner
Re: LHM-Wechsel
LHM ist nur ganz leicht hygroskopisch, trotzdem, nach 10 Jahren wäre es einmal an der Zeit zu wechseln, auch wenn alles noch im "grünen Bereich" liegt.
Im Normalbetrieb ist das Wechselintervall 60.000 km, glaube ich mich zu erinnern, aber mir scheint das zu lange. Schon nach 30.000 km hat sich einiger verschleißfördernder Abrieb angesammelt, gehört also raus.
Ein Filtersieb wird mit Benzin vorgereinigt, zur perfekten Endreinigung spritze ich es mit Bremsreiniger ab.
Zum Ablassen des alten LHM sollte der Wagen zumindest in der Tiefststellung sein, dann ist bereits das meiste Alt-LHM aus dem System. Die Bremssackgassen entlüftest du dann noch extra, wenn neues LHM aufgefüllt ist.
Sauerei vermeidest du, wenn du das Schläuchlein beim Ablassen in eine Plastikflasche münden lässt, die du allerdings zwischendurch einige Male leeren musst, es sind immerhin so um die 5 Liter zu entsorgen.
Ob LHM zum Altöl darf, weiß ich nicht. Es ist allerdings auf Mineralölbasis.
Im Normalbetrieb ist das Wechselintervall 60.000 km, glaube ich mich zu erinnern, aber mir scheint das zu lange. Schon nach 30.000 km hat sich einiger verschleißfördernder Abrieb angesammelt, gehört also raus.
Ein Filtersieb wird mit Benzin vorgereinigt, zur perfekten Endreinigung spritze ich es mit Bremsreiniger ab.
Zum Ablassen des alten LHM sollte der Wagen zumindest in der Tiefststellung sein, dann ist bereits das meiste Alt-LHM aus dem System. Die Bremssackgassen entlüftest du dann noch extra, wenn neues LHM aufgefüllt ist.
Sauerei vermeidest du, wenn du das Schläuchlein beim Ablassen in eine Plastikflasche münden lässt, die du allerdings zwischendurch einige Male leeren musst, es sind immerhin so um die 5 Liter zu entsorgen.
Ob LHM zum Altöl darf, weiß ich nicht. Es ist allerdings auf Mineralölbasis.
Re: LHM-Wechsel
Dringende Empfehlung: Rücklaufmanschetten zusammenpressen, Bremspedal/Pilz pumpen, bis Bremsdruckspeicher leer, Entlüfterschraube am Druckregler öffnen.
Behälter ausbauen und wie das Vorfilter mit Benzin vom Schlamm befreien. Gut trocknen, Einbauen, befüllen. Pumpe fördert nicht? Siehe Suche (Saugschlauch vorfüllen, mit offener Druckreglerschraube beginnen)!
Viel Glück
Gruß Georg
Behälter ausbauen und wie das Vorfilter mit Benzin vom Schlamm befreien. Gut trocknen, Einbauen, befüllen. Pumpe fördert nicht? Siehe Suche (Saugschlauch vorfüllen, mit offener Druckreglerschraube beginnen)!
Viel Glück
Gruß Georg
Re: LHM-Wechsel
Genau deswegen, weil die Druckreglerentlüftungsschraube gerne zu weit rausgedreht wird, möglicherweise dabei die Kugel verloren geht, die Pumpe angefüttert werden muss, habe ich den für einen Anfänger unproblematischen Wechsel beschrieben. Man könnte theoretisch sogar die letzten Reste aus der Servolenkung pressen und die Rückläufe durchblasen... 
Bernhards LHM war erst 20.000 km im System, ist weitgehend sauber und wird - wenn es in homöopathischer Verdünnung mit dem neuen LHM ist - die neue Hydraulikflüssigkeit nicht gleich verunreinigen.
Bernhards LHM war erst 20.000 km im System, ist weitgehend sauber und wird - wenn es in homöopathischer Verdünnung mit dem neuen LHM ist - die neue Hydraulikflüssigkeit nicht gleich verunreinigen.
Re: LHM-Wechsel
Hallo,
es ist ja schon alles beschrieben. Den Behälter würde ich nur reinigen, wenn sich Schlamm wirklich abgelagert hat. Das kann man aber ganz gut erkennen, wenn man oben hineinschaut - ggf. mit Taschenlampe. Ansonsten empfehle ich auch, Georgs Tipps zu befolgen. Den Druckregler schraubt man wirklich nur eine halbe Umdrehung der Schraube auf. Dann besteht auch keine Gefahr, dass die Kugel rausfällt. In den Manschetten hinten befindet sich viel Flüssigkeit. Man muss eine ganze Weile drücken, biss sie den langen Weg zurück in den Behälter durch die dünne Rücklaufleitung gefunden hat. Also Geduld!
Noch ein Tipp: Es gibt Hydrauliksystem-Reinigungsflüssigkeit bei den einschlägigen Händlern zu kaufen. Nach 10 Jahren lohnt es sich wahrscheinlich, das gesamte System mal damit zu spülen. Vermutlich bist Du dann erstaunt, wieviel Dreck doch noch zu Tage gefördert wird.
Zum Ablassen: Ich verlängere den Schlauch am Tank mit einem anderen Schlauch und lasse das alte LHM gleich in einen Kanister fließen. Man kann es zum Altöl geben - das ist kein Problem.
Viel Erfolg!
Martin
es ist ja schon alles beschrieben. Den Behälter würde ich nur reinigen, wenn sich Schlamm wirklich abgelagert hat. Das kann man aber ganz gut erkennen, wenn man oben hineinschaut - ggf. mit Taschenlampe. Ansonsten empfehle ich auch, Georgs Tipps zu befolgen. Den Druckregler schraubt man wirklich nur eine halbe Umdrehung der Schraube auf. Dann besteht auch keine Gefahr, dass die Kugel rausfällt. In den Manschetten hinten befindet sich viel Flüssigkeit. Man muss eine ganze Weile drücken, biss sie den langen Weg zurück in den Behälter durch die dünne Rücklaufleitung gefunden hat. Also Geduld!
Noch ein Tipp: Es gibt Hydrauliksystem-Reinigungsflüssigkeit bei den einschlägigen Händlern zu kaufen. Nach 10 Jahren lohnt es sich wahrscheinlich, das gesamte System mal damit zu spülen. Vermutlich bist Du dann erstaunt, wieviel Dreck doch noch zu Tage gefördert wird.
Zum Ablassen: Ich verlängere den Schlauch am Tank mit einem anderen Schlauch und lasse das alte LHM gleich in einen Kanister fließen. Man kann es zum Altöl geben - das ist kein Problem.
Viel Erfolg!
Martin
Re: LHM-Wechsel
Hallo Martin und Kollegen,
ich halte nicht viel von Hydroclean. Meine Empfehlung ist Hydroclean nur einsetzen wenn das System schon vorgereinigt ist. Sprich Eimer schon mal ausgebaut und gespült, Höhenkorrektoren ausgebaut und gereinigt, Dichtmanschetten der Federzylinder evtl. erneuert oder zumindest gereinigt, Lenkung evtl. restauriert. Denn gerade in den von mir genannten Bauteilen setzt sich mitunter extrem viel Schlamm ab und dieser wird mit Hydraclean ins gesamte System beförderrt und macht manchen Bauteilen dann erst den gar aus. Der Schlamm, der sich an diversen Stellen absetzt (ein Gemisch aus Abrieb von Metall, Dichtungen und sonstigem Dreck) schadet dort dem System wesentlich weniger, als wenn es gelöst überall verteilt wird.
grüße vom Hydrauliker
ich halte nicht viel von Hydroclean. Meine Empfehlung ist Hydroclean nur einsetzen wenn das System schon vorgereinigt ist. Sprich Eimer schon mal ausgebaut und gespült, Höhenkorrektoren ausgebaut und gereinigt, Dichtmanschetten der Federzylinder evtl. erneuert oder zumindest gereinigt, Lenkung evtl. restauriert. Denn gerade in den von mir genannten Bauteilen setzt sich mitunter extrem viel Schlamm ab und dieser wird mit Hydraclean ins gesamte System beförderrt und macht manchen Bauteilen dann erst den gar aus. Der Schlamm, der sich an diversen Stellen absetzt (ein Gemisch aus Abrieb von Metall, Dichtungen und sonstigem Dreck) schadet dort dem System wesentlich weniger, als wenn es gelöst überall verteilt wird.
grüße vom Hydrauliker
Re: LHM-Wechsel
Hallo Götz,
danke! Ist ein neuer Aspekt für mich, leuchtet aber ein. Das gleiche Problem gibt es ja auch mit alten Motoren, die mit unlegiertem Öl gefahren wurden und in die dann mödernes legiertes Öl eingefüllt wird.
Grüße
Martin
danke! Ist ein neuer Aspekt für mich, leuchtet aber ein. Das gleiche Problem gibt es ja auch mit alten Motoren, die mit unlegiertem Öl gefahren wurden und in die dann mödernes legiertes Öl eingefüllt wird.
Grüße
Martin
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Bernhard Körner
Re: LHM-Wechsel
Vielen Dank für die Tipps
Werde mich in Kürze an die Arbeit machen und dann noch einmal berichten.
Bernhard Körner
Werde mich in Kürze an die Arbeit machen und dann noch einmal berichten.
Bernhard Körner
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Bernhard Körner
Re: LHM-Wechsel
Hallo nochmals
Möchte beim LHM-Wechsel nun folgendermaßen vorgehen:
Höhenverstellungshebel auf Niedrigposition, Behälter entleeren, Bremspilz pumpen um Speicher zu entleeren, Schraube am Druckregler öffnen, Manschetten der hinteren Federzylinder "ausdrücken", Sieb und vielleicht Behälter säubern, LHM auffüllen und dann die Bremsen entlüften.
Ist diese Reihenfolge richtig?
Muss man sonst noch etwas machen oder beachten?
Das die Pumpe vielleicht wieder zum ansaugen gebracht werden muss, ist mir bekannt.
Bernhard Körner
Möchte beim LHM-Wechsel nun folgendermaßen vorgehen:
Höhenverstellungshebel auf Niedrigposition, Behälter entleeren, Bremspilz pumpen um Speicher zu entleeren, Schraube am Druckregler öffnen, Manschetten der hinteren Federzylinder "ausdrücken", Sieb und vielleicht Behälter säubern, LHM auffüllen und dann die Bremsen entlüften.
Ist diese Reihenfolge richtig?
Muss man sonst noch etwas machen oder beachten?
Das die Pumpe vielleicht wieder zum ansaugen gebracht werden muss, ist mir bekannt.
Bernhard Körner
Re: LHM-Wechsel
Höhenverstellungshebel auf Niedrigstposition, Bremspilz pumpen um Speicher zu entleeren, Lenkung li + re einschlagen, Manschetten der hinteren Federzylinder "ausdrücken", Schraube am Druckregler öffnen,Behälter entleeren,Sieb (und vielleicht Behälter) säubern, LHM auffüllen, Druckreglerschraube schließen, starten und hochfahren (oder anfüttern [ wieder bei geöffneter Druckreglerentlüftungsschraube], bis hochgefahren werden kann), LHM-Stand in Höchstposition kontrollieren, Bremsen entlüften.