needful things

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maldini Verified
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needful things

Beitrag von maldini Verified »

Hallo zusammen,

nachdem ich mehr oder weniger zum ersten mal „richtig“ liegen geblieben bin - gibt mir das etwas zu denken.
Wesentliche Erkenntnis ist, das es nicht an Werkstätten und Hilfsbereitschaft mangelte, es waren die fehlenden oder erst in erst 1-2 Tagen lieferbaren Ersatzteile, die die Urlaubsreise an dem Tag beendete.

Warum fährt ein ID/DS im wesentlichen nicht? Wenn er Sprit und Strom hat, läuft er eigentlich immer - mehr oder weniger gut!
Mit wenigen Ersatzteilen an Bord könnte eine Fahrt also vielleicht in einer Stunde weitergehen…

Da mein Kofferraum inzwischen aufgeräumt ist und Stauraum freigibt - überlege ich was als Notfallersatzteil Sinn machen könnte - also:

- Lichtmaschine
- Regler
- Zündspule (die meines Wagens ist inzwischen 52 Jahre alt!)
- Zündkerzen
- (da 123 Zünder) mechanischer Zündverteiler?
- Benzinpumpe
- Hydraulikpumpe (ID)

- Ersatzschlauch (da inzwischen bei Reifenhändlern nicht immer vorhanden)

Diese Ersatzteile passten bei mir problemlos unter die Kofferaumbretter - und wiegen zusammen nicht mehr als 15?kg

Was meint Ihr? :-)

Grüße aus dem idyllischem Meerfeld!
Karl
Maxe_Muc
Beiträge: 354
Registriert: Di 25. Aug 2020, 19:47

Re: needful things

Beitrag von Maxe_Muc »

Ich habe Mal 1994 auf der ganz neuen Autobahn bei Chemnitz ein junges Pärchen im Trabi aufgesammelt. Die hatten nen ganzen Ersatzmotor mit im Urlaub. Und auf dem Heimweg 30 km vor zuhause ging was Anderes kaputt....
Vitus Rennräder und Citroën Autos
soga57
Beiträge: 211
Registriert: Di 11. Mai 2021, 22:07

Re: needful things

Beitrag von soga57 »

Ich habe im Kofferraum dabei (bis jetzt nie gebraucht):
- Reserveschlauch
- Kühlwasserschlauch
- Flasche mit 2 Liter Wasser
- Satz Zündkerzen
- Keilriemen
- Reserve-Benzinpumpe
- ein Stück Gummi-Benzinleitung
- Ersatz-Leerlaufdüse (da ich die schon mal unterwegs verloren habe)

eine komplette Lichtmaschine dünkt mich etwas übertrieben.

Aber das wichtigtigste: passendes Werkzeug um eine Reparatur auch selbst ausführen zu können.

Das letzte Mal, als ich liegengeblieben bin, war allerdings der Anlasser kaputt. Da hat mir mein ganzes Arsenal nix gebracht.

Darum ganz wichtig, Mitgliedschaft beim Automobilclub. :-/
Gruss

Jürg


Mein Fuhrpark:
Citroën DS 23 Pallas, 1974, beige Tholonet
Citroën 11 BN "Traction Avant", 1954
Citroën 15/6 "Traction Avant", 1953
Triumph Spitfire 1500, 1978 brown
VW Käfer 1300, 1972 marathonblau
...hannes
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Re: needful things

Beitrag von ...hannes »

Im Alltag wichtiger als Reservelichtmaschine und Regler halte ich (neben ausreichend Werkzeug und starker Taschenlampe) zumindest 1 Liter LHM und ein Fläschchen Motoröl. Dazu Benzinschlauch, Rücklaufschlauch und etliche Schlauchschellen. Wenn dann noch 1 Unterbrecherkontakt und ein Kondensator, eventuell noch ein Stück Fahrradschauch, um eventuell den Kühlerschlauch von innen her abdichten zu können, sowie ein Stück Draht im Kofferraum liegen, kannst du dich fast immer auf eigener Achse bis nach Hause retten.

PS: Seit ich meine Madame vor 16 Jahren gründlich überarbeitet habe, hatte ich unterwegs erst zweimal eine Panne: Einmal war es der Sekundentod der überalterten Autobatterie (daran war die DS aber völlig unschuldig), das andere Mal ein abgerutschter Rücklaufschlauch am Druckregler mit darauffolgender Totalentleerung des Vorratsbehälters (siehe read.php?1,128397,128616#msg-128616)

lg
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maldini Verified
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Re: needful things

Beitrag von maldini Verified »

hallo Hannes, hallo Jürg,

ja das ist nicht so einfach -
Ein normaler Wagen läuft ja wenn er funkt (strom) und sprit bekommt - das zu der Ausgangsüberlegung.

Mir ging es bei meiner Frage ja (auch darum) was man sinnigerweise mitführen könnte, um Reparaturen durch Dritte (Werkstätten) zu beschleunigen bzw. möglich zu machen... Mit den entsprechenen Ersatzteilen könnte dann jede (normale) Autowerkstatt/Autoschrauber weiterhelfen. (wenn man es nicht selber kann/will)

Wenn man z.B. an die Benzinpumpe denkt - sollte in jedem Fall auch Benzinschlauch mit ins Päckchen. (ob ich aber Lust hätte, die auf der Anfahrt zum einem Hotel selbst zu tauschen sei mal dahingestellt... ob man alternativ mit defekter Benzinpumpe in eine Werkstatt kommt allerdings auch!) ;-)

Der Fahrradschlauch ist eine gute Idee - den habe ich an meinen Wagen schon an einigen Stellen eingebaut.
Einen Rücklaufschlauch habe ich sogar noch liegen. Werkzeug, Draht, Sicherungen, Birnen und Schellen etc. wie auch 2 Ltr. Motoröl, 2 ltr. LHM in den Blechkanistern immer dabei - Wasser ist einen Überlegung. Das wären dann Utensilien fürs selbstbasteln...

Die Idee mit dem Ersatzschlauch habe ich jetzt schon mehrfach gehört. Da schlauchlose Reifen der Normalfall sind, sind (passende) Schläuche inzwischen beim Reifenhändler äußerst selten anzutreffen - in Frankreich sogar noch seltener. (hörte ich hier im Forum)

Hydraulikpumpe, Lichtmaschine, Regler, Zündspule und mechanischer Zündverteiler? wären Ersatzteile für eine Werkstatt - mit Elektrik habe ich mich praktisch nie auseinandergesetzt (auseinandersetzen müssen).

Das - als zusätzliche Erklärung - zu meinen Überlegungen.

Grüße an Euch!
Karl

PS: Als Ergebnis dieser Panne habe ich mir zumindest vorgenommen mich im kommenden Sommer praktisch - und Winter theoretisch mit der Stromerzeugung/Zündung des Wagens auseinanderzusetzen. Schade, dass es für die DS kein historisches "Jetzt helfe ich mir selbst" gegeben hat - das wäre mein Niveau. (..und war bei der Ente mein Gebetbuch)
PPS: was ich wohl in jedem Fall benötige ist ein einfaches Messgerät - hat da jemand einen Tip? Bisher bewege ich mich auf dem Niveau Prüflampe... :-)
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Robert Verified
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Re: needful things

Beitrag von Robert Verified »

Hallo Karl,

als einfaches Messgerät schlage ich den bekannten Pocket-Motortester KTE 001 von Bosch vor. Der hat neben Drehzahl- und Schliesswinkelmessung einen Spannungs- und Widerstandsbereich und ist auf ebay oft noch für kleines Geld zu bekommen. Aussagekräftiger als eine Prüflampe ist bereits das billigste Multimeter von z.B. Conrad, wobei ich die herkömmlichen analogen Ausführungen bevorzuge. Was in Deiner Aufzählung fehlt, aber wahrscheinlich wegen der Selbstverständlichkeit, ist eine kl.eine Handlampe

Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
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Thomas Held Verified
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Re: needful things

Beitrag von Thomas Held Verified »

maldini hat geschrieben: PS: Als Ergebnis dieser Panne habe ich mir zumindest vorgenommen mich im kommenden Sommer praktisch - und Winter theoretisch mit der Stromerzeugung/Zündung des Wagens auseinanderzusetzen. Schade, dass es für die DS kein historisches "Jetzt helfe ich mir selbst" gegeben hat - das wäre mein Niveau. (..und war bei der Ente mein Gebetbuch)
PPS: was ich wohl in jedem Fall benötige ist ein einfaches Messgerät - hat da jemand einen Tip? Bisher bewege ich mich auf dem Niveau Prüflampe... :-)
Hallo Karl,

Strom-/Zündung ist an der DS weitestgehend mal nicht 'anders' als bei anderen Autos. Als ich dir vor 20 Jahren im Motorraum mangels Wissen weder Vergaser noch Lichtmaschine hätte zeigen können, haben mir die Elektrik- und Motor-Sonderhefte der Oldtimermarkt sehr geholfen - suche ich dir mal raus. Als Messgerät würde ich auf jeden Fall zu einem 'Auto'-Digital-Multimeter raten, das kann neben den üblichen Funktionen auch Drehzahl und Schließwinkel messen - suche ich dir auch mal raus. ;-)
Gruß

Tom
Gruß

Tom
...hannes
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Registriert: Fr 20. Mai 2005, 21:07

Re: needful things

Beitrag von ...hannes »

maldini hat geschrieben:
...Schade, dass es für die DS kein historisches "Jetzt helfe ich mir selbst" gegeben hat - das wäre mein Niveau. (..und war bei der Ente mein Gebetbuch).
...mit Elektrik habe ich mich praktisch nie auseinandergesetzt (auseinandersetzen müssen).
Was du von deiner Ente her kennst, gilt im Prinzip auch für deine ID. ;-) Und mit der Kenntnis des Ohmschen Gesetzes und des Leistungsdreiecks bist du schon auf halbem Weg zum künftigen Autoelektriker.

PS1: Mit einem Lichtmaschinendefekt kommst du, wenn du außer dem Zündstrom keine weiteren Verbraucher angeschaltet hast, durchschnittlich hundert Kilometer. Damit wirst du dich, schlimmstenfalls mit einer Zwischenladung) in den meisten Fällen bis nach Hause retten können.
PS2: Statt einer Reservelichtmaschine (meine ist noch Gleichstrom) habe ich nur die Kohlen dabei, die finden locker in der (in manchen Ländern verpflichtend mitzuführenden) Reservelampenbox Platz.
Und der Erregerstrom der Lima kann bei einem totalen Reglerausfall notfalls auch mit einem Fernschalter vom Fahrersitz aus geregelt werden.
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maldini Verified
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Re: needful things

Beitrag von maldini Verified »

Hallo Hannes,

“Mit einem Lichtmaschinendefekt kommst du, wenn du außer dem Zündstrom keine weiteren Verbraucher angeschaltet hast, durchschnittlich hundert Kilometer. Damit wirst du dich, schlimmstenfalls mit einer Zwischenladung) in den meisten Fällen bis nach Hause retten können“.

Ja, das wusste ich - ich war aber ca. 160km von zuhause - auf dem Weg in die sibirische Eifel …
Nach Hause hätte ich es nicht geschafft, auf der Autobahn wollte ich nicht liegen bleiben.

Darum steht mein Wagen jetzt in einer Werkstatt ca. 100km von daheim - morgen holen ich es ab!

und - “Erregerstrom der Lima kann bei einem totalen Reglerausfall notfalls auch mit einem Fernschalter vom Fahrersitz aus geregelt werde“ so ein Satz sagt mir aktuell noch nicht(s) (viel!)
:-)
Kann man ja dran arbeiten …


Grüße an Dich!
Karl
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