anieder hat geschrieben:
Ja, das geht wirklich schnell. So treibe ich mit dem Akkuschrauber die HD-Pumpe meines Kugelprüfstands an.
Im Auto ein kleiner E-Motor mit Keilriemen und die Hydraulik funktioniert weiter.
In ein paar Jahren...
Das Angebot an elektrisch betriebenen Hydraulikpumpen ist praktisch unendlich groß und einfach zu realisieren. Diese H-Pumpen erlauben/verlangen hohe Antriebsdrehzahlen. Mechanisch angetriebene H-Pumpen (z.B. mit Riemenscheibe) müssen im KFZ schon bei Leerlaufdrehzahlen ausreichend arbeiten. Da empfehlen sich Kolbenpumpen mit einer Pendelscheibe wie bei der ID/DS).
Ein französischer Flugzeugbauer hat z.B. für ein Einziehfahrwerk einfach die elektro-hydraulische Pumpe einer Tilt- und Trimmvorrichtung aus einem Außenbordmotor genommen. Im Flieger hieß es dann RG-Power Pack. Dieses Wissen ersparte mir ein paar tausend Dollar.
Meine allgemeine Betrachtung aus mehreren Clubs und Stammtischen: Wenn es um das Thema Nachwuchs geht, kommen mir die Oldtimerclubs manchmal vor wie die Kirchenchöre: Man vergreist zusammen, hat ein Programm, das es der Generation 25plus schwer macht einzusteigen (Kaffeefahrt am Sonntag mit mehr Kneipenstops als Kilometer) und gedruckte Clubzeitschriften mit dem Charme der 70-er und 80-er. Und wenn sich dann mal ein junger Mensch doch zu einem Stammtisch traut, trifft er auf grauhaarige Gestalten, die den Klimawandel leugnen und auf die Grünen schimpfen...
Das ist jetzt vielleicht etwas zugespitzt, provokant und ungerecht, weil es die vielen ehrenamtlichen Bemühungen nicht würdigt - aber die mediale Konkurrenz ist nunmal Instagram und die übrige Onlinewelt. Menschen unter 30 sehen Klimapolitik und Genderthemen anders als wir. Elektromobilität wird Alltag, da brauchen wir keine ideologischen Schlachten (Lithium! Chile!) mehr zu schlagen. Ich selbst bin als 50+-alterweißermann ja auch Teil des Problems, gebe ich zu.
Markenübergreifende Clubs und Events sind sicher ein Weg, Silodenken abzuschaffen. Allerdings werden sich immer Gleichgesinnte suchen und finden, gerade bei einem komplexen Technikprodukt wie unserer Göttin.
Aber wenn wir unsere Clubs, Events und Haltungen nicht öffnen, dann wird das mit dem Nachwuchs schwer. Oder er sucht sich halt andere Möglichkeiten. Ich war zum Beispiel neulich in der Frankfurter Klassikstadt beim Saisonabschluss und war erstaunt, wie viele VW Lowrider da waren. Nix für Originalitätsfreaks, aber hey, immerhin Altblechfans. Und die Begegnungen zwischen Tuningszene (boah ey) und DS an der örtlichen Autowaschbox sind auch immer wieder erfrischend.
Kein Grund Trübsal zu blasen also, aber vielleicht Anlass, ein paar Dinge zu überdenken und zu ändern.
Volker
DS 21 Pallas HA, Rouge Corsair mit Dach in Gris Argent. Bisschen anderes Altmetall aus Stuttgart und Turin auch noch in der Garage.