Stösselbecher
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andreas wisniewski
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- Registriert: Mo 31. Jan 2005, 18:49
Re: Stösselbecher
Hallo vom IE,
der Motor wurde vor dem Einbau und später vor dem ersten " richtigen " Start mit Anlasserdrehzahl ohne Kompression ( Kerzen ) bewegt bei ca. 20-25 °C.
Der " erste " Lauf erfolgte bei ca. 1500-2000 U/min ca. 10 Min. - nach Abdichten der obligatorischen Lecks der Hydraulik wurde der Motor ca. 60 Min. mit geringer Belastung im Fahrbetrieb bewegt.
Danach Öl/Filterwechsel.
Es folgten ca. 2000 km Fahrstrecke zw. 80-120 km/h Autobahn.
Danach Kontrolle Ventilspiel.
Nach weiteren ca. 2000 km ZK - Dichtung defekt.
die Becher wurden nicht geläppt - ließen sich " saugend " einsetzen hatten aber keinen Schwergang.
Spezielle Einlaufpasten / Zusätze wurden nicht eingesetzt.
Betroffen sind 3 von 8 Bechern.
Da mir momentan Stielaugen fehlen habe ich mir über die Nockenwelle noch kein Bild machen können.
Gruß
Andreas
der Motor wurde vor dem Einbau und später vor dem ersten " richtigen " Start mit Anlasserdrehzahl ohne Kompression ( Kerzen ) bewegt bei ca. 20-25 °C.
Der " erste " Lauf erfolgte bei ca. 1500-2000 U/min ca. 10 Min. - nach Abdichten der obligatorischen Lecks der Hydraulik wurde der Motor ca. 60 Min. mit geringer Belastung im Fahrbetrieb bewegt.
Danach Öl/Filterwechsel.
Es folgten ca. 2000 km Fahrstrecke zw. 80-120 km/h Autobahn.
Danach Kontrolle Ventilspiel.
Nach weiteren ca. 2000 km ZK - Dichtung defekt.
die Becher wurden nicht geläppt - ließen sich " saugend " einsetzen hatten aber keinen Schwergang.
Spezielle Einlaufpasten / Zusätze wurden nicht eingesetzt.
Betroffen sind 3 von 8 Bechern.
Da mir momentan Stielaugen fehlen habe ich mir über die Nockenwelle noch kein Bild machen können.
Gruß
Andreas
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andreas wisniewski
- Beiträge: 405
- Registriert: Mo 31. Jan 2005, 18:49
Re: Stösselbecher
p.s.
vor der Erstrevision sahen die Becher so aus und die Nockenwelle entsprechend.....
vor der Erstrevision sahen die Becher so aus und die Nockenwelle entsprechend.....
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Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: Stösselbecher
....hm, so kaputte Stösselbecher sieht ja man ja oft am Kurzhuber. Ich hatte Glück, meine waren ok, da es dem Kopf aber am Sollmaß fehlte ist es aber wahrscheinlich, das sie bei einer Revision bereits getauscht worden waren.
AlfarRomeo Motoren, die ja ebenfalls Flachstößel haben, habe ich dagegen noch nie mit kaputten Tassen gesehen. Vielleicht liegt ja doch die von mir vermutete unglückliche Nockenform vor.??? Leider ist es sehr viel Arbeit das auszumessen und nachzurechnen.
Aber was sagen die anderen zu diesen Rissen im Stößel nach 4000km. Hier ist doch Materialversagen im Spiel.
Un zu den Magenproblemen bei Reproteilen: Ich bekomme da Anfälle:
Falsch gebogene zu dünne Scheiben. Blechteile die falsche Form haben. Auspuff ohne Worte. Gummiteile die nicht aus Gummi sondern metastabiler Schlabbermasse sind. Nicht entgratete Präzisionsteile mit zweifelhafter Materialqualität. Angeboten von Händlern, die das Material nicht nach technischen Regeln prüfen. Baus doch ein, wenns kaputt geht bekommst Du ein neues, c´est la vie, den Kollateralschaden aus 3x Einbau plus liegenbleiben trägste selber, hättest ja beim Fachhändler einbauen lassen können.
Die funkeln schön, die neuen Stößeltssen, aber sie blenden auch. Und deswegen schleife ich den alten Müll möglichst nach, dann ist mir irgendwie wohler als mit Reproteilen.
Nein, ich kann auch keine Stößeltasse im Endstadium schleifen, aber die Idee mit den Schlachttassen aus Altmotoren, die finde ich gut. Oder jemand bringt wirklich Premiumteile auf den Markt.
AlfarRomeo Motoren, die ja ebenfalls Flachstößel haben, habe ich dagegen noch nie mit kaputten Tassen gesehen. Vielleicht liegt ja doch die von mir vermutete unglückliche Nockenform vor.??? Leider ist es sehr viel Arbeit das auszumessen und nachzurechnen.
Aber was sagen die anderen zu diesen Rissen im Stößel nach 4000km. Hier ist doch Materialversagen im Spiel.
Un zu den Magenproblemen bei Reproteilen: Ich bekomme da Anfälle:
Falsch gebogene zu dünne Scheiben. Blechteile die falsche Form haben. Auspuff ohne Worte. Gummiteile die nicht aus Gummi sondern metastabiler Schlabbermasse sind. Nicht entgratete Präzisionsteile mit zweifelhafter Materialqualität. Angeboten von Händlern, die das Material nicht nach technischen Regeln prüfen. Baus doch ein, wenns kaputt geht bekommst Du ein neues, c´est la vie, den Kollateralschaden aus 3x Einbau plus liegenbleiben trägste selber, hättest ja beim Fachhändler einbauen lassen können.
Die funkeln schön, die neuen Stößeltssen, aber sie blenden auch. Und deswegen schleife ich den alten Müll möglichst nach, dann ist mir irgendwie wohler als mit Reproteilen.
Nein, ich kann auch keine Stößeltasse im Endstadium schleifen, aber die Idee mit den Schlachttassen aus Altmotoren, die finde ich gut. Oder jemand bringt wirklich Premiumteile auf den Markt.
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symphatique
- Beiträge: 1656
- Registriert: Do 15. Feb 2007, 23:51
Re: Stösselbecher
Hallo Andreas,
der Stösselschaden bei Deinem Motor ist leider kein Einzelfall.
Ähnlich wie bei Oliver´s Beschreibung, haben die (vorsorglich) gewechselten Stössel in unserem Motor auch nur ca. 3000, in Worten dreitausend, KM "gehalten". Heftiges Ventilklappern/Spiel hat´s verkündet. So´n Schaden war erstmal garnicht auf der Überlegliste, eher krumme Stösselstange u.ä.
Würdest Du weiterfahren und immer nachstellen, ginge es Dir wie einem weiteren DS-Fahrer, bei dessen Motor sich der Stösselboden KOMPLETT abgeschliffen hat, grosses Loch, und somit die Stange auf dem Nocken lief, leider kein Scherz, war bei Ausbau/Zerlegung des Motors dabei. Der enorme Abrieb hat den gesamten Motor zu Schrott gefressen!
Leider weiss ich nicht, aus welcher verchromten Lakritze die Dinger gemacht sind, oder ob es sich um die überholten Altteile handelt.
Bedenklich finde ich in dem Zusammenhang die, auch schon von Bernd/Louis de Funes angesprochene, Regulierpraxis des Lieferanten, der nur einen Stössel und eine gebrauchte, ungeprüfte Nockenwelle ersetzt hat. Kein Wort vom notwendigen Motordichtsatz, Ölfilter, Öl, Reinigungsmaterialien zum Ausspülen des Abriebs u.v.m., geschweige denn Beteiligung an den Aus/Einbaukosten. Bei einer privat engagierten Nachfertigungsaktion hätte ich dafür Verständnis, nicht jedoch bei einem Teileprofi, der diese Teile mit Gewinn verkauft.
Aber der Testfahrer für solchen Schr... darf man sein...
Selbst nach einem Jahr kocht mir da der Frostschutz hoch...
Also bitte weder die eine noch die andere Variante, sondern gut gebraucht.

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der Stösselschaden bei Deinem Motor ist leider kein Einzelfall.
Ähnlich wie bei Oliver´s Beschreibung, haben die (vorsorglich) gewechselten Stössel in unserem Motor auch nur ca. 3000, in Worten dreitausend, KM "gehalten". Heftiges Ventilklappern/Spiel hat´s verkündet. So´n Schaden war erstmal garnicht auf der Überlegliste, eher krumme Stösselstange u.ä.
Würdest Du weiterfahren und immer nachstellen, ginge es Dir wie einem weiteren DS-Fahrer, bei dessen Motor sich der Stösselboden KOMPLETT abgeschliffen hat, grosses Loch, und somit die Stange auf dem Nocken lief, leider kein Scherz, war bei Ausbau/Zerlegung des Motors dabei. Der enorme Abrieb hat den gesamten Motor zu Schrott gefressen!
Leider weiss ich nicht, aus welcher verchromten Lakritze die Dinger gemacht sind, oder ob es sich um die überholten Altteile handelt.
Bedenklich finde ich in dem Zusammenhang die, auch schon von Bernd/Louis de Funes angesprochene, Regulierpraxis des Lieferanten, der nur einen Stössel und eine gebrauchte, ungeprüfte Nockenwelle ersetzt hat. Kein Wort vom notwendigen Motordichtsatz, Ölfilter, Öl, Reinigungsmaterialien zum Ausspülen des Abriebs u.v.m., geschweige denn Beteiligung an den Aus/Einbaukosten. Bei einer privat engagierten Nachfertigungsaktion hätte ich dafür Verständnis, nicht jedoch bei einem Teileprofi, der diese Teile mit Gewinn verkauft.
Aber der Testfahrer für solchen Schr... darf man sein...
Selbst nach einem Jahr kocht mir da der Frostschutz hoch...
Also bitte weder die eine noch die andere Variante, sondern gut gebraucht.

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"Das is´nich´kaputt! Das kann man reparieren!"
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Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: Stösselbecher
symphatique schrieb:
> Bedenklich finde ich in dem Zusammenhang die,
> Regulierpraxis des Lieferanten, der nur einen
> Stössel und eine gebrauchte, ungeprüfte
> Nockenwelle ersetzt hat. Kein Wort vom notwendigen
> Motordichtsatz, Ölfilter, Öl,
> Reinigungsmaterialien zum Ausspülen des Abriebs
> u.v.m., geschweige denn Beteiligung an den
> Aus/Einbaukosten.
> Aber der Testfahrer für solchen Schr... darf man
> sein...
Tja. Durch die Reform des Schuldrechts (2002?)wurde ja auch festgelegt, das der indirekte Schaden zu ersetzen sei. Durch die gängige Rechtssprechung wurde der indirekte Schaden dann auf den 2,5 Wachen Wert des verursachenden Zukaufteiles begrenzt. Isofern ist der Verkäufer also im Recht.
Die Quintessenz muß sein: Wenn das so ist, und ich das nicht will, dann kaufe ich meine Teile nur aus vertrauenswürdigen Quellen. Das können auch Nachfertigungen sein, aber der VK sollte dann auch glaubhaft machen können, warum z.B. dieser Stößelbecher ein gutes Teil ist. Das könnte die Angabe einer Marke sein, oder auch der Hinweis das man die mechanischen oder geometrischen Eigenschaften untersuchen ließ. In meinen Augen nicht ausreichend ist es, sich bei dieser Prüfung auf die globale Herkunft zu beziehen und daraus eine Bewertung zu stricken, wie: Kommt aus Frankreich = gut, kommt auch China = ausreichend.
Weitere Nachfertigungsschrottteile der letzten 5 Jahre fallen mir ein (gemischtes Markenportfolio, Auto und Moto, nicht bei meinen Fahrzeugen):
abgerissene Ölpumpenantriebe, die machen Spaß, waren exzentrisch
reihenweise abgerissene Pleuel, Guß statt Schmieden
gerissene und gebrochene Kolben, wie davor
eingelaufene Nocken, schon schief geschliffen
gebrochene Zahnradprimärtriebe
eingelaufene Pleuelnadellager-mit Standardkäfigen anstatt M Käfigen
total verworfene Zylinder nach 300km
geschrumpfte Kolben, um satte 1,1 Promille, also 0,10 auf 80mm
Aber den Testfahrer mache ich nicht mehr, und es wird noch viel zuwenig darüber gesprochen. Die einzige Möglichkeit damit sich das ändert geht übers Portemonai, also a mehr bezahlen für gute Teile, und damit deren Anfertigung fördern und b durch konsequentes Nichtkaufen wenn zugesicherte Eigenschaften fehlen.
> Bedenklich finde ich in dem Zusammenhang die,
> Regulierpraxis des Lieferanten, der nur einen
> Stössel und eine gebrauchte, ungeprüfte
> Nockenwelle ersetzt hat. Kein Wort vom notwendigen
> Motordichtsatz, Ölfilter, Öl,
> Reinigungsmaterialien zum Ausspülen des Abriebs
> u.v.m., geschweige denn Beteiligung an den
> Aus/Einbaukosten.
> Aber der Testfahrer für solchen Schr... darf man
> sein...
Tja. Durch die Reform des Schuldrechts (2002?)wurde ja auch festgelegt, das der indirekte Schaden zu ersetzen sei. Durch die gängige Rechtssprechung wurde der indirekte Schaden dann auf den 2,5 Wachen Wert des verursachenden Zukaufteiles begrenzt. Isofern ist der Verkäufer also im Recht.
Die Quintessenz muß sein: Wenn das so ist, und ich das nicht will, dann kaufe ich meine Teile nur aus vertrauenswürdigen Quellen. Das können auch Nachfertigungen sein, aber der VK sollte dann auch glaubhaft machen können, warum z.B. dieser Stößelbecher ein gutes Teil ist. Das könnte die Angabe einer Marke sein, oder auch der Hinweis das man die mechanischen oder geometrischen Eigenschaften untersuchen ließ. In meinen Augen nicht ausreichend ist es, sich bei dieser Prüfung auf die globale Herkunft zu beziehen und daraus eine Bewertung zu stricken, wie: Kommt aus Frankreich = gut, kommt auch China = ausreichend.
Weitere Nachfertigungsschrottteile der letzten 5 Jahre fallen mir ein (gemischtes Markenportfolio, Auto und Moto, nicht bei meinen Fahrzeugen):
abgerissene Ölpumpenantriebe, die machen Spaß, waren exzentrisch
reihenweise abgerissene Pleuel, Guß statt Schmieden
gerissene und gebrochene Kolben, wie davor
eingelaufene Nocken, schon schief geschliffen
gebrochene Zahnradprimärtriebe
eingelaufene Pleuelnadellager-mit Standardkäfigen anstatt M Käfigen
total verworfene Zylinder nach 300km
geschrumpfte Kolben, um satte 1,1 Promille, also 0,10 auf 80mm
Aber den Testfahrer mache ich nicht mehr, und es wird noch viel zuwenig darüber gesprochen. Die einzige Möglichkeit damit sich das ändert geht übers Portemonai, also a mehr bezahlen für gute Teile, und damit deren Anfertigung fördern und b durch konsequentes Nichtkaufen wenn zugesicherte Eigenschaften fehlen.
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Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: Stösselbecher
Was die "nebenkosten" von eingebauter mangelhafter Ware angeht so las ich heute folgendes:
http://www.it-recht-kanzlei.de/ausbau-e ... -ware.html
Bei Durchsetzung dieses Status würde dies unsere Lieferanten unerbittlich in Richtung Qualität zwingen.
http://www.it-recht-kanzlei.de/ausbau-e ... -ware.html
Bei Durchsetzung dieses Status würde dies unsere Lieferanten unerbittlich in Richtung Qualität zwingen.
Re: Stösselbecher
Liebe Gemeinde,
noch was zu "Qualität der Nachfertigungen": Tankboden gekauft, eingeschweisst, Tank eingebaut und dann festgestellt, dass das Loch für die 2. Ablassschraube 5 cm zu weit vorne liegt… diese Teile werden vermutlich seit Jahrzehnten so verkauft und jeder, der die einbaut, tappt wohl in die Falle. Bei den Blechen, die vor den Vorderrädern das Radhaus zu Schürze hin schliessen, sieht man es dagegen sofort beim Anhalten. 3 Stunden dran rumgedengelt, bis es passte, keine der angeschweissten Muttern konnte an ihrem Platz bleiben, und neu verzinken lassen musste ich die Dinger hinterher auch. Und dann ist man froh, dass es diese Halter für die Blinkertrompeten jetzt in VA gibt, sehen hübsch aus, wollen dann aber auch in den Schraubstock und die Feile spüren. Kunststoff-Durchführungen für die Scheinwerfer-Höhenverstellung in den vorderen Kotflügeln, toll, dass so etwas nachgefertigt wird, bloss schade, dass man da auch wieder dran rumschaben muss. Ich will keinem bestimmten Händler einen Vorwurf machen, weil alle die gleichen Teile haben, und es ist auch sicher besser als nichts und verglichen mit der Situation etwa beim Barockengel oder bei irgendwelchen deutschen Fords Jammern auf hohem Niveau, aber es wäre gerade bei solchen Teilen keinen Cent teurer, den Kram passend zu machen.
Grüsse
Robert
noch was zu "Qualität der Nachfertigungen": Tankboden gekauft, eingeschweisst, Tank eingebaut und dann festgestellt, dass das Loch für die 2. Ablassschraube 5 cm zu weit vorne liegt… diese Teile werden vermutlich seit Jahrzehnten so verkauft und jeder, der die einbaut, tappt wohl in die Falle. Bei den Blechen, die vor den Vorderrädern das Radhaus zu Schürze hin schliessen, sieht man es dagegen sofort beim Anhalten. 3 Stunden dran rumgedengelt, bis es passte, keine der angeschweissten Muttern konnte an ihrem Platz bleiben, und neu verzinken lassen musste ich die Dinger hinterher auch. Und dann ist man froh, dass es diese Halter für die Blinkertrompeten jetzt in VA gibt, sehen hübsch aus, wollen dann aber auch in den Schraubstock und die Feile spüren. Kunststoff-Durchführungen für die Scheinwerfer-Höhenverstellung in den vorderen Kotflügeln, toll, dass so etwas nachgefertigt wird, bloss schade, dass man da auch wieder dran rumschaben muss. Ich will keinem bestimmten Händler einen Vorwurf machen, weil alle die gleichen Teile haben, und es ist auch sicher besser als nichts und verglichen mit der Situation etwa beim Barockengel oder bei irgendwelchen deutschen Fords Jammern auf hohem Niveau, aber es wäre gerade bei solchen Teilen keinen Cent teurer, den Kram passend zu machen.
Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
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- Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11
Re: Stösselbecher
Robert Kruse schrieb:
-------------------------------------------------------
> Liebe Gemeinde,
>
> noch was zu "Qualität der Nachfertigungen":
> Tankboden gekauft, eingeschweisst, Tank eingebaut
> und dann festgestellt, dass das Loch für die 2.
> Ablassschraube 5 cm zu weit vorne liegt… diese
> Teile werden vermutlich seit Jahrzehnten so
> verkauft und jeder, der die einbaut, tappt wohl in
> die Falle. Bei den Blechen, die vor den
> Vorderrädern das Radhaus zu Schürze hin
> schliessen, sieht man es dagegen sofort beim
> Anhalten. 3 Stunden dran rumgedengelt, bis es
> passte, keine der angeschweissten Muttern konnte
> an ihrem Platz bleiben, und neu verzinken lassen
> musste ich die Dinger hinterher auch.
Hallo Robert,
ich hatte damals schon dran gedacht, diese Bleche zu kaufen, anstatt meine angerosteten zu entlacken, phosphatieren etc.
Gut, dass ich's nicht gemacht habe...
> Und dann ist
> man froh, dass es diese Halter für die
> Blinkertrompeten jetzt in VA gibt, sehen hübsch
> aus, wollen dann aber auch in den Schraubstock und
> die Feile spüren.
Och noe! Die habe ich mir gerade gekauft (noch nicht eingebaut), obwohl ich bei dem Preis noch ueberlegt hatte, ob gutes einfetten nicht auch die alten haette weiterverwendbar machen koennen.
> Kunststoff-Durchführungen für
> die Scheinwerfer-Höhenverstellung in den vorderen
> Kotflügeln, toll, dass so etwas nachgefertigt
> wird, bloss schade, dass man da auch wieder dran
> rumschaben muss. Ich will keinem bestimmten
> Händler einen Vorwurf machen, weil alle die
> gleichen Teile haben, und es ist auch sicher
> besser als nichts und verglichen mit der Situation
> etwa beim Barockengel oder bei irgendwelchen
> deutschen Fords Jammern auf hohem Niveau, aber es
> wäre gerade bei solchen Teilen keinen Cent teurer,
> den Kram passend zu machen.
Genau letzteres verstehe ich bei den meisten Nachfertigungen auch nicht. Entweder ist das Schlamperei beim Nachbau und dann eventuell billiger, weil frei Hand so aehnlich nachgemacht wird, oder Absicht? Einmal beim Anpassen zerstoert, erfordert gleich die naechste Bestellung...?
Dachschalenklammern aus der Nachfertigung sind auch ein Spass! (Du erinnest dich an deinen Tipp, meinen alten verrotteten Dachrahmen durch die 'Kleberahmen'-Klammern zu ersetzen?). Auch da sind heftigste Korrekturen noetig, um die Dinger ueberhaupt am Dach befestigen zu koennen (zum Glueck hatte ich eine Originalklammer als Muster!).
Und wie bei den VA-Klammern der Blinkertueten habe ich vorher dreimal ueberlegt, ob ich den nicht unerheblichen Betrag ueberhauot ausgeben will.
Dass dann nur zur weiteren Bearbeitung verwendbares Rohmaterial geliefert wird...
Gruss,
Tom
-------------------------------------------------------
> Liebe Gemeinde,
>
> noch was zu "Qualität der Nachfertigungen":
> Tankboden gekauft, eingeschweisst, Tank eingebaut
> und dann festgestellt, dass das Loch für die 2.
> Ablassschraube 5 cm zu weit vorne liegt… diese
> Teile werden vermutlich seit Jahrzehnten so
> verkauft und jeder, der die einbaut, tappt wohl in
> die Falle. Bei den Blechen, die vor den
> Vorderrädern das Radhaus zu Schürze hin
> schliessen, sieht man es dagegen sofort beim
> Anhalten. 3 Stunden dran rumgedengelt, bis es
> passte, keine der angeschweissten Muttern konnte
> an ihrem Platz bleiben, und neu verzinken lassen
> musste ich die Dinger hinterher auch.
Hallo Robert,
ich hatte damals schon dran gedacht, diese Bleche zu kaufen, anstatt meine angerosteten zu entlacken, phosphatieren etc.
Gut, dass ich's nicht gemacht habe...
> Und dann ist
> man froh, dass es diese Halter für die
> Blinkertrompeten jetzt in VA gibt, sehen hübsch
> aus, wollen dann aber auch in den Schraubstock und
> die Feile spüren.
Och noe! Die habe ich mir gerade gekauft (noch nicht eingebaut), obwohl ich bei dem Preis noch ueberlegt hatte, ob gutes einfetten nicht auch die alten haette weiterverwendbar machen koennen.
> Kunststoff-Durchführungen für
> die Scheinwerfer-Höhenverstellung in den vorderen
> Kotflügeln, toll, dass so etwas nachgefertigt
> wird, bloss schade, dass man da auch wieder dran
> rumschaben muss. Ich will keinem bestimmten
> Händler einen Vorwurf machen, weil alle die
> gleichen Teile haben, und es ist auch sicher
> besser als nichts und verglichen mit der Situation
> etwa beim Barockengel oder bei irgendwelchen
> deutschen Fords Jammern auf hohem Niveau, aber es
> wäre gerade bei solchen Teilen keinen Cent teurer,
> den Kram passend zu machen.
Genau letzteres verstehe ich bei den meisten Nachfertigungen auch nicht. Entweder ist das Schlamperei beim Nachbau und dann eventuell billiger, weil frei Hand so aehnlich nachgemacht wird, oder Absicht? Einmal beim Anpassen zerstoert, erfordert gleich die naechste Bestellung...?
Dachschalenklammern aus der Nachfertigung sind auch ein Spass! (Du erinnest dich an deinen Tipp, meinen alten verrotteten Dachrahmen durch die 'Kleberahmen'-Klammern zu ersetzen?). Auch da sind heftigste Korrekturen noetig, um die Dinger ueberhaupt am Dach befestigen zu koennen (zum Glueck hatte ich eine Originalklammer als Muster!).
Und wie bei den VA-Klammern der Blinkertueten habe ich vorher dreimal ueberlegt, ob ich den nicht unerheblichen Betrag ueberhauot ausgeben will.
Dass dann nur zur weiteren Bearbeitung verwendbares Rohmaterial geliefert wird...
Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom
Nachfertigungen
Ist eigendlich nicht das Thema hier,
Was mich besonders ärgert sind die Gummiteile die schon durch Lagern kapput gehen. Habe in meinem Restaurationsobjekt vor einem Jahr Stützringe für Federzylindermanschetten verbaut, nach einem Jahr sind die rissig wie wenn sie schon 20 Jahre montiert wären. Wenn alle nachgefertigten Gummiteile aus der Quelle von gleicher Beschaffenheit sind kann ich mir gratulieren.
genervte Grüße MW
Was mich besonders ärgert sind die Gummiteile die schon durch Lagern kapput gehen. Habe in meinem Restaurationsobjekt vor einem Jahr Stützringe für Federzylindermanschetten verbaut, nach einem Jahr sind die rissig wie wenn sie schon 20 Jahre montiert wären. Wenn alle nachgefertigten Gummiteile aus der Quelle von gleicher Beschaffenheit sind kann ich mir gratulieren.
genervte Grüße MW
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Charles Duchemin
- Beiträge: 1092
- Registriert: So 21. Jun 2009, 17:35
Re: Stösselbecher
genau das ist ja das nervige. es gibt von zig sachen nachfertigungen, die dann faktisch zu nichts nutze sind. wenn dann von anderer seite behauptet wird, dass "vernünftige" teile ja "unbezahlbar" in der herstellung wären, kann ich nur lachen. im istfall gibt man dann sein "weniges" geld für nutzlosen tand aus.
vielleicht können sich die nachfertiger mal diesen satz aufs klo nageln:
"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es für wenig Geld viel zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen."
John Ruskin
gruß, ingo
vielleicht können sich die nachfertiger mal diesen satz aufs klo nageln:
"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es für wenig Geld viel zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen."
John Ruskin
gruß, ingo