Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
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Frank Plate Verified
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Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
Interessant ist die Entwicklung der Kraftquellen zu betrachten, mit deren Hilfe ein Fahrzeug bewegt und wieder zum Stehen gebracht wird.
Beim Verbrennungsmotor brauchte es neben dem Benzin oder Diesel noch die menschliche Kraft, um die träge Masse überhaupt in Schwung zu bringen. Mit dem Einbau eines elektrischen Stromspeichers wurde dieser Vorgang dann auf den elektrisch betriebenen Anlasser* übertragen, was wiederrum sicherlich entscheidend zur Verbreitung des Verbrennungsmotors beigetragen hat.
Bei steigender Motorleistung und den damit verbundenen Geschwindigkeiten waren dann die rein mechanischen Bremssysteme überfordert, so dass eine 3. Quelle zur Übertragung von Kraft in Form von Hydraulik in die Fahrzeuge Einzug hielt - Citroën hat dies dann bis an die Grenze des Möglichen perfektioniert.
Bei einem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug braucht es nur den Strom als Kraftquelle: Starten, Beschleunigen, Lenken, Bremsen, inklusive der Steuerung aller Assistentssysteme ist damit sozusagen aus einer Hand machbar. Wenn also elektrisch, dann konsequent elektrisch.
Denkt man das weiter, wären standardisierte Chassis mit integrierten Akkupacks vorstellbar, auf denen Karosseriebauer dann entsprechende Aufbauten nach Industrie- oder Kundenwünschen entwerfen. Back to the roots.
Gruß Frank
*Bevor HUF den berechtigten Einwand der Möglichkeit eines pyrotechnischen Treibsatzes einbringt, sei an dieser Stelle auch der Kartuschenstarter erwähnt (s. Der Flug des Phoenix)
Beim Verbrennungsmotor brauchte es neben dem Benzin oder Diesel noch die menschliche Kraft, um die träge Masse überhaupt in Schwung zu bringen. Mit dem Einbau eines elektrischen Stromspeichers wurde dieser Vorgang dann auf den elektrisch betriebenen Anlasser* übertragen, was wiederrum sicherlich entscheidend zur Verbreitung des Verbrennungsmotors beigetragen hat.
Bei steigender Motorleistung und den damit verbundenen Geschwindigkeiten waren dann die rein mechanischen Bremssysteme überfordert, so dass eine 3. Quelle zur Übertragung von Kraft in Form von Hydraulik in die Fahrzeuge Einzug hielt - Citroën hat dies dann bis an die Grenze des Möglichen perfektioniert.
Bei einem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug braucht es nur den Strom als Kraftquelle: Starten, Beschleunigen, Lenken, Bremsen, inklusive der Steuerung aller Assistentssysteme ist damit sozusagen aus einer Hand machbar. Wenn also elektrisch, dann konsequent elektrisch.
Denkt man das weiter, wären standardisierte Chassis mit integrierten Akkupacks vorstellbar, auf denen Karosseriebauer dann entsprechende Aufbauten nach Industrie- oder Kundenwünschen entwerfen. Back to the roots.
Gruß Frank
*Bevor HUF den berechtigten Einwand der Möglichkeit eines pyrotechnischen Treibsatzes einbringt, sei an dieser Stelle auch der Kartuschenstarter erwähnt (s. Der Flug des Phoenix)
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Hans-Uwe Fischer
- Beiträge: 1834
- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
Im Moment ist HUF mit dem beidseitigen eAntrieb des allradgetriebenen Hofladers beschäftigt. Alle anderen Arbeiten hat meine Tochter mir untersagt.Frank Plate hat geschrieben: Gruß Frank […]
*Bevor HUF den berechtigten Einwand der Möglichkeit eines pyrotechnischen Treibsatzes einbringt, sei an dieser Stelle auch der Kartuschenstarter erwähnt (s. Der Flug des Phoenix)
huf
Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
[quote="Frank Plate"]
Interessant ist die Entwicklung der Kraftquellen zu betrachten, mit deren Hilfe ein Fahrzeug bewegt und wieder zum Stehen gebracht wird.
Beim Verbrennungsmotor brauchte es neben dem Benzin oder Diesel noch die menschliche Kraft, um die träge Masse überhaupt in Schwung zu bringen. Mit dem Einbau eines elektrischen Stromspeichers wurde dieser Vorgang dann auf den elektrisch betriebenen Anlasser* übertragen, was wiederrum sicherlich entscheidend zur Verbreitung des Verbrennungsmotors beigetragen hat.
Bei steigender Motorleistung und den damit verbundenen Geschwindigkeiten waren dann die rein mechanischen Bremssysteme überfordert, so dass eine 3. Quelle zur Übertragung von Kraft in Form von Hydraulik in die Fahrzeuge Einzug hielt - Citroën hat dies dann bis an die Grenze des Möglichen perfektioniert.
Bei einem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug braucht es nur den Strom als Kraftquelle: Starten, Beschleunigen, Lenken, Bremsen, inklusive der Steuerung aller Assistentssysteme ist damit sozusagen aus einer Hand machbar. Wenn also elektrisch, dann konsequent elektrisch.
Denkt man das weiter, wären standardisierte Chassis mit integrierten Akkupacks vorstellbar, auf denen Karosseriebauer dann entsprechende Aufbauten nach Industrie- oder Kundenwünschen entwerfen. Back to the roots.
Gruß Frank
*Bevor HUF den berechtigten Einwand der Möglichkeit eines pyrotechnischen Treibsatzes einbringt, sei an dieser Stelle auch der Kartuschenstarter erwähnt (s. Der Flug des Phoenix)[/quote]
Hallo Frank,
Da hast du Recht. Hatte ich ja schon eingangs der Diskussion einmal erwähnt.
Konsequent gedacht ist das so. Und da bleibt dann nun mal auch kein Platz für Steinzeithydraulik.
Und aus dem Grund ist das ganze für mich sinnbefreit, weil alles was bleibt ist die Form der DS.
Und das gibt es schon von Norev und Burrago
Hat schon mal jemand an die Alternative synthetisch biologisch erzeugter Kraftstoffe gedacht?
Die mediale politische Monokultur verstellt ja offensichtlich sehr erfolgreich allenthalben den Blick darauf alle möglichen Alternativen zu betrachten und zu bewerten. Und da ist auch Wasserstoff nur eine.
Gruß
Andreas
Interessant ist die Entwicklung der Kraftquellen zu betrachten, mit deren Hilfe ein Fahrzeug bewegt und wieder zum Stehen gebracht wird.
Beim Verbrennungsmotor brauchte es neben dem Benzin oder Diesel noch die menschliche Kraft, um die träge Masse überhaupt in Schwung zu bringen. Mit dem Einbau eines elektrischen Stromspeichers wurde dieser Vorgang dann auf den elektrisch betriebenen Anlasser* übertragen, was wiederrum sicherlich entscheidend zur Verbreitung des Verbrennungsmotors beigetragen hat.
Bei steigender Motorleistung und den damit verbundenen Geschwindigkeiten waren dann die rein mechanischen Bremssysteme überfordert, so dass eine 3. Quelle zur Übertragung von Kraft in Form von Hydraulik in die Fahrzeuge Einzug hielt - Citroën hat dies dann bis an die Grenze des Möglichen perfektioniert.
Bei einem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug braucht es nur den Strom als Kraftquelle: Starten, Beschleunigen, Lenken, Bremsen, inklusive der Steuerung aller Assistentssysteme ist damit sozusagen aus einer Hand machbar. Wenn also elektrisch, dann konsequent elektrisch.
Denkt man das weiter, wären standardisierte Chassis mit integrierten Akkupacks vorstellbar, auf denen Karosseriebauer dann entsprechende Aufbauten nach Industrie- oder Kundenwünschen entwerfen. Back to the roots.
Gruß Frank
*Bevor HUF den berechtigten Einwand der Möglichkeit eines pyrotechnischen Treibsatzes einbringt, sei an dieser Stelle auch der Kartuschenstarter erwähnt (s. Der Flug des Phoenix)[/quote]
Hallo Frank,
Da hast du Recht. Hatte ich ja schon eingangs der Diskussion einmal erwähnt.
Konsequent gedacht ist das so. Und da bleibt dann nun mal auch kein Platz für Steinzeithydraulik.
Und aus dem Grund ist das ganze für mich sinnbefreit, weil alles was bleibt ist die Form der DS.
Und das gibt es schon von Norev und Burrago
Hat schon mal jemand an die Alternative synthetisch biologisch erzeugter Kraftstoffe gedacht?
Die mediale politische Monokultur verstellt ja offensichtlich sehr erfolgreich allenthalben den Blick darauf alle möglichen Alternativen zu betrachten und zu bewerten. Und da ist auch Wasserstoff nur eine.
Gruß
Andreas
Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
Hallo Andreas,
Hat schon mal jemand an die Alternative synthetisch biologisch erzeugter Kraftstoffe gedacht?
Die mediale politische Monokultur verstellt ja offensichtlich sehr erfolgreich allenthalben den Blick darauf alle möglichen Alternativen zu betrachten und zu bewerten.
Mal ein kleiner faktencheck...
1.) alles was biologisch erzeugt wird, muss irgendwo wachsen..
2.) alles was angebaut wird, verdrängt notwendige natürliche regulationssysteme (die wir aber dringen wegen der Stabilität des Gesamtsystems benötigen)
3.) wir können uns nur „mehr leisten“ als wächst, weil wir die seit Äonen aus den biologischen System herausgefilterten, fossilen kohlenstoffspeicher des Planeten anzapfen.
4.) die Einspeisung des fossilen, vom biologischen System seit Äonen aus der Atmosphäre gefiltertem und festgelegtem Kohlenstoff, destabilisiert das aktuelle System.
Wasserstoff aus alternativen Quellen erzeugte elektrische Energie könnte diese fossile kohlenstofffalle entschärfen.
Alles große Räder an denen zu drehen ist ...
Also einfach so mit synthetischem biospritt co2 neutral weiterfahren? Wird nicht klappen!
Als die EU E10, mit 10% Bioalkohol einführte, explodierte in Ägypten der Brotpreis - und der arabische Frühling begann. Weizen wurde europäischer BioAlkohol und wanderte nicht mehr subventioniert in hungrige Mägen...
Deshalb könnte ein nachhaltiges, elektrisches Fahrzeug, mit einer Jahrzehnte haltenden, lokalen Tankstelle auf dem Dach, aktuell Sinn machen.
...
An so einem Konzept können aber Viele und ganze Wirtschaftskreisläufe nicht mehr so verdienen, wie bisher. Das macht vielen Menschen zu recht Angst (mir übrigens auch) und aus diesem Grunde werden solche Konzepteanfänge auch, zum Teil messianisch, bekämpft.
Wir machen aktuell bereits 40% des Stroms regenerativ - Braunkohlekraftwerke braucht, außer den 30.000 Familien die von Abbau und Betrieb leben, kein Mensch mehr.
Für die muss man was machen - nicht für die RWE.
Es wird sich wohl noch mehr ändern .... und es wird sich wohl auch ändern müssen.
Grüsse!
Karl
Hat schon mal jemand an die Alternative synthetisch biologisch erzeugter Kraftstoffe gedacht?
Die mediale politische Monokultur verstellt ja offensichtlich sehr erfolgreich allenthalben den Blick darauf alle möglichen Alternativen zu betrachten und zu bewerten.
Mal ein kleiner faktencheck...
1.) alles was biologisch erzeugt wird, muss irgendwo wachsen..
2.) alles was angebaut wird, verdrängt notwendige natürliche regulationssysteme (die wir aber dringen wegen der Stabilität des Gesamtsystems benötigen)
3.) wir können uns nur „mehr leisten“ als wächst, weil wir die seit Äonen aus den biologischen System herausgefilterten, fossilen kohlenstoffspeicher des Planeten anzapfen.
4.) die Einspeisung des fossilen, vom biologischen System seit Äonen aus der Atmosphäre gefiltertem und festgelegtem Kohlenstoff, destabilisiert das aktuelle System.
Wasserstoff aus alternativen Quellen erzeugte elektrische Energie könnte diese fossile kohlenstofffalle entschärfen.
Alles große Räder an denen zu drehen ist ...
Also einfach so mit synthetischem biospritt co2 neutral weiterfahren? Wird nicht klappen!
Als die EU E10, mit 10% Bioalkohol einführte, explodierte in Ägypten der Brotpreis - und der arabische Frühling begann. Weizen wurde europäischer BioAlkohol und wanderte nicht mehr subventioniert in hungrige Mägen...
Deshalb könnte ein nachhaltiges, elektrisches Fahrzeug, mit einer Jahrzehnte haltenden, lokalen Tankstelle auf dem Dach, aktuell Sinn machen.
...
An so einem Konzept können aber Viele und ganze Wirtschaftskreisläufe nicht mehr so verdienen, wie bisher. Das macht vielen Menschen zu recht Angst (mir übrigens auch) und aus diesem Grunde werden solche Konzepteanfänge auch, zum Teil messianisch, bekämpft.
Wir machen aktuell bereits 40% des Stroms regenerativ - Braunkohlekraftwerke braucht, außer den 30.000 Familien die von Abbau und Betrieb leben, kein Mensch mehr.
Für die muss man was machen - nicht für die RWE.
Es wird sich wohl noch mehr ändern .... und es wird sich wohl auch ändern müssen.
Grüsse!
Karl
Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
Ich glaube, es wurde hier schon mal gesagt, dann möchte ich mich nur anschließen:
Methanisiertes Windgas könnte ein alternativer Kraftstoff sein.
Grüße,
pit
Methanisiertes Windgas könnte ein alternativer Kraftstoff sein.
Grüße,
pit
Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
Also ich bleibe bei... Wasserstoff. 
https://www.pv-magazine.de/2018/07/24/w ... es-doppel/
https://www.shell.de/medien/shell-press ... nland.html
Irgentwo habe ich noch gelesen, daß Wasserstoff auch "Abfallprodukt" in vielen Produktionsprozessen ist und im Radio hieß es neulich, daß im Raum Köln soviel Wasserstoff hergestellt würde, daß man 40.000 Autos damit betreiben könnte. Ob einen Tag lang oder doch übers Jahr habe ich verpasst.
Dezentrale Herstellung = kurze Wege. Auch nicht zu verachten.
Kommt als nächstes die Brennstoffzelle. BMW hat in seinem 7er damals den Wasserstoff verbrannt, aber die Umwandlung in Strom in der Brennstoffzelle ist viel besser.
Natürlich konkurriert der Wasserstoff mit der Weiterentwicklung der Batterien und der Ladegeschwindigkeit.
https://www.sueddeutsche.de/auto/altern ... -1.3922234
Was aber niemand erwähnt bislang, ist, daß Batterien auch recycled werden müssen und dann neue Energie verbrauchen, wenn sie überhaupt recycled werden können. Bei Lithium-Ionen Batterien gibt es bislang gar kein Konzept, soweit ich mitbekommen habe. Auch da wäre Wasserstoff im Vorteil.
Und zu guter letzt: Steigende Wasserpegel? Wieviel Wasser wird eigentlich für 1 Kg Wasserstoff gebraucht? Vielleicht hilft es ja auch da.
Schönen Freitag wünscht
Sebastian
PS: Und die Hydraulik in der DS würde ich in jedem Falle erhalten wollen.
https://www.pv-magazine.de/2018/07/24/w ... es-doppel/
https://www.shell.de/medien/shell-press ... nland.html
Irgentwo habe ich noch gelesen, daß Wasserstoff auch "Abfallprodukt" in vielen Produktionsprozessen ist und im Radio hieß es neulich, daß im Raum Köln soviel Wasserstoff hergestellt würde, daß man 40.000 Autos damit betreiben könnte. Ob einen Tag lang oder doch übers Jahr habe ich verpasst.
Dezentrale Herstellung = kurze Wege. Auch nicht zu verachten.
Kommt als nächstes die Brennstoffzelle. BMW hat in seinem 7er damals den Wasserstoff verbrannt, aber die Umwandlung in Strom in der Brennstoffzelle ist viel besser.
Natürlich konkurriert der Wasserstoff mit der Weiterentwicklung der Batterien und der Ladegeschwindigkeit.
https://www.sueddeutsche.de/auto/altern ... -1.3922234
Was aber niemand erwähnt bislang, ist, daß Batterien auch recycled werden müssen und dann neue Energie verbrauchen, wenn sie überhaupt recycled werden können. Bei Lithium-Ionen Batterien gibt es bislang gar kein Konzept, soweit ich mitbekommen habe. Auch da wäre Wasserstoff im Vorteil.
Und zu guter letzt: Steigende Wasserpegel? Wieviel Wasser wird eigentlich für 1 Kg Wasserstoff gebraucht? Vielleicht hilft es ja auch da.
Schönen Freitag wünscht
Sebastian
PS: Und die Hydraulik in der DS würde ich in jedem Falle erhalten wollen.
1973 DS 23 Break in Bleue Delta; 1975 Dyane 6 Orange; 1990 BX 16 TGI Break, Vert Triton; 1990 BX 19 4WD Break, Gris Meteore; 1991 BX 19 GTI 4x4 Silber; 1991 BX 16 Image; 2016 C5 Tourer Selection 150 S&S Dunkelgrau
Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
Liebe Gemeinde,
Zur grundsätzlichen sinnhaftigkeit -
Verschleißen tun unsere Autos, und seine Komponenten, weil sie von einem rotierendem, vibrierenden und wechselwarmen Benzinmotor betrieben werden. Was da alles heiß und kalt wird - nur sporadisch betrieben - sich ausdehnt und wieder zusammenzieht ....
schlichtweg altert.
Wie sagte der Schöpfer des Streescooters so schön: „Bosch kann gar keinen Elektromotor bauen, der nicht 100 Jahre hält.. „
Mit einem vibrationsweitgehend, vibrationsfreien nicht annähernd so heiss werdendem Elektomotor sind eine Menge Verschleisteile, Verscleiss generell weniger. Also auch aus Erhaltsgründen könnte eine Elektromotor Sinn machen.
2045 ist das dann auch schon wieder antik...
)
Grüsse
Karl
Zur grundsätzlichen sinnhaftigkeit -
Verschleißen tun unsere Autos, und seine Komponenten, weil sie von einem rotierendem, vibrierenden und wechselwarmen Benzinmotor betrieben werden. Was da alles heiß und kalt wird - nur sporadisch betrieben - sich ausdehnt und wieder zusammenzieht ....
schlichtweg altert.
Wie sagte der Schöpfer des Streescooters so schön: „Bosch kann gar keinen Elektromotor bauen, der nicht 100 Jahre hält.. „
Mit einem vibrationsweitgehend, vibrationsfreien nicht annähernd so heiss werdendem Elektomotor sind eine Menge Verschleisteile, Verscleiss generell weniger. Also auch aus Erhaltsgründen könnte eine Elektromotor Sinn machen.
2045 ist das dann auch schon wieder antik...
Grüsse
Karl
Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
Wasserstoff macht nur Sinn, wenn es nicht aus Kohlenwasserstoffverbindungen hergestellt wird (wie überwiegend zur Zeit geschieht). Sonst würden wir wieder Erdöl, Methan oder ähnliches als Basis benötigen. Das macht keinen Sinn.
Dann kann Wasserstoff z.B. durch Windkrafträder hergestellt werden (als Puffer, damit die Biester wirtschaftlich arbeiten und man nicht so viele davon in die Landschaft pflanzen muss - wird der Strom benötigt gibt es Strom, ansonsten fleißig Wasserstoff produziert. Oder man gibt die Produktion in sonnenreiche Länder. Da liegt dann wieder ein Problem: Gönnt man den Ländern z.B. in der Sahel-Zone den wirtschaftlichen Vorteil oder schaffen wir es irgendwann mal unseren Planeten als einen Lebensraum zu begreifen?
Wasserstoff kann dann in Brennstoffzellen Strom produzieren oder als Wasserstoffverbrennungsmotor das Fahrzeug antreiben. Dazu wird der Wasserstoff unter hohem Druck (800 bar) oder verflüssigt gelagert. Tanks für Fahrzeuge gibt es, technisch soweit kein Problem.
Ein großes Problem ist wohl, dass der Wasserstoff aus den Tanks entweicht. Somit ist nach 3 Wochen (?) der Tank nur noch gering gefüllt - für permanent jeden Tag fahrende Fahrzeuge wohl kein Problem.
Ich würde nie nur einer Technik alleine den Vorzug geben. Das wundert mich auch an der gesellschaftlichen Diskussion - ein Mix aus allen (vernünftigen) Techniken macht doch Sinn. Stromfahrzeuge für Kurzstrecken, Wasserstoff, alternativen Sprit, Bio-Sprit für die mittlere und langen Strecken.
Da kein Mensch jeden Tag zu jeder Zeit ein Auto als privaten Besitz vor der eigenen Tür benötigt, würde ein "Car-sharing" den Energieverbrauch noch weiter nach unten drücken können. Wer unbedingt sein eigenes Auto haben muss, der zahlt halt mehr und stellt sich das Teil neben das Bett (oder so).
Auch könnte jeder von uns mal überlegen, ob eine per Hand gekurbelte Seitenscheibe wirklich die größtmögliche Zumutung ist? Auch der Sitz kann per Hand eingestellt werden. SUV in halber Größe und die fetten Reifen zur notwendigen Breite reduziert - Angeben kann man dann ja mit dem deutlich geringeren Verbrauch...
Sollte es dann noch für die Hauptstrecken intelligente Bahnsysteme existieren: Ab das Teil auf den Hänger und auf die Flasche Rotwein. Gut, bei der heutigen Bahn die größte Utopie...
Ich bin fest der Überzeugung, dass bei einem Angehen dieser Lösungen unsere DS, Enten und Co auch noch in 100 Jahren mit Benzin fahren können und dürfen. Der Bestand wird immer kleiner und spielt Rohstoff- und Umweltmäßig keine Rolle.
Mist, eigentlich wollte ich nur schreiben, dass ich den Umbau der DS zum Stromer technisch interessant finde aber tausend andere Wege als sinnvoller ansehe.
Ralph
Dann kann Wasserstoff z.B. durch Windkrafträder hergestellt werden (als Puffer, damit die Biester wirtschaftlich arbeiten und man nicht so viele davon in die Landschaft pflanzen muss - wird der Strom benötigt gibt es Strom, ansonsten fleißig Wasserstoff produziert. Oder man gibt die Produktion in sonnenreiche Länder. Da liegt dann wieder ein Problem: Gönnt man den Ländern z.B. in der Sahel-Zone den wirtschaftlichen Vorteil oder schaffen wir es irgendwann mal unseren Planeten als einen Lebensraum zu begreifen?
Wasserstoff kann dann in Brennstoffzellen Strom produzieren oder als Wasserstoffverbrennungsmotor das Fahrzeug antreiben. Dazu wird der Wasserstoff unter hohem Druck (800 bar) oder verflüssigt gelagert. Tanks für Fahrzeuge gibt es, technisch soweit kein Problem.
Ein großes Problem ist wohl, dass der Wasserstoff aus den Tanks entweicht. Somit ist nach 3 Wochen (?) der Tank nur noch gering gefüllt - für permanent jeden Tag fahrende Fahrzeuge wohl kein Problem.
Ich würde nie nur einer Technik alleine den Vorzug geben. Das wundert mich auch an der gesellschaftlichen Diskussion - ein Mix aus allen (vernünftigen) Techniken macht doch Sinn. Stromfahrzeuge für Kurzstrecken, Wasserstoff, alternativen Sprit, Bio-Sprit für die mittlere und langen Strecken.
Da kein Mensch jeden Tag zu jeder Zeit ein Auto als privaten Besitz vor der eigenen Tür benötigt, würde ein "Car-sharing" den Energieverbrauch noch weiter nach unten drücken können. Wer unbedingt sein eigenes Auto haben muss, der zahlt halt mehr und stellt sich das Teil neben das Bett (oder so).
Auch könnte jeder von uns mal überlegen, ob eine per Hand gekurbelte Seitenscheibe wirklich die größtmögliche Zumutung ist? Auch der Sitz kann per Hand eingestellt werden. SUV in halber Größe und die fetten Reifen zur notwendigen Breite reduziert - Angeben kann man dann ja mit dem deutlich geringeren Verbrauch...
Sollte es dann noch für die Hauptstrecken intelligente Bahnsysteme existieren: Ab das Teil auf den Hänger und auf die Flasche Rotwein. Gut, bei der heutigen Bahn die größte Utopie...
Ich bin fest der Überzeugung, dass bei einem Angehen dieser Lösungen unsere DS, Enten und Co auch noch in 100 Jahren mit Benzin fahren können und dürfen. Der Bestand wird immer kleiner und spielt Rohstoff- und Umweltmäßig keine Rolle.
Mist, eigentlich wollte ich nur schreiben, dass ich den Umbau der DS zum Stromer technisch interessant finde aber tausend andere Wege als sinnvoller ansehe.
Ralph
Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
Hallo Karl,maldini hat geschrieben: Hallo Andreas,
Hat schon mal jemand an die Alternative synthetisch biologisch erzeugter Kraftstoffe gedacht?
Die mediale politische Monokultur verstellt ja offensichtlich sehr erfolgreich allenthalben den Blick darauf alle möglichen Alternativen zu betrachten und zu bewerten.
Mal ein kleiner faktencheck...
1.) alles was biologisch erzeugt wird, muss irgendwo wachsen..
2.) alles was angebaut wird, verdrängt notwendige natürliche regulationssysteme (die wir aber dringen wegen der Stabilität des Gesamtsystems benötigen)
3.) wir können uns nur „mehr leisten“ als wächst, weil wir die seit Äonen aus den biologischen System herausgefilterten, fossilen kohlenstoffspeicher des Planeten anzapfen.
4.) die Einspeisung des fossilen, vom biologischen System seit Äonen aus der Atmosphäre gefiltertem und festgelegtem Kohlenstoff, destabilisiert das aktuelle System.
Wasserstoff aus alternativen Quellen erzeugte elektrische Energie könnte diese fossile kohlenstofffalle entschärfen.
Alles große Räder an denen zu drehen ist ...
Also einfach so mit synthetischem biospritt co2 neutral weiterfahren? Wird nicht klappen!
Als die EU E10, mit 10% Bioalkohol einführte, explodierte in Ägypten der Brotpreis - und der arabische Frühling begann. Weizen wurde europäischer BioAlkohol und wanderte nicht mehr subventioniert in hungrige Mägen...
Deshalb könnte ein nachhaltiges, elektrisches Fahrzeug, mit einer Jahrzehnte haltenden, lokalen Tankstelle auf dem Dach, aktuell Sinn machen.
...
An so einem Konzept können aber Viele und ganze Wirtschaftskreisläufe nicht mehr so verdienen, wie bisher. Das macht vielen Menschen zu recht Angst (mir übrigens auch) und aus diesem Grunde werden solche Konzepteanfänge auch, zum Teil messianisch, bekämpft.
Wir machen aktuell bereits 40% des Stroms regenerativ - Braunkohlekraftwerke braucht, außer den 30.000 Familien die von Abbau und Betrieb leben, kein Mensch mehr.
Für die muss man was machen - nicht für die RWE.
Es wird sich wohl noch mehr ändern .... und es wird sich wohl auch ändern müssen.
Grüsse!
Karl
Das stimmt und das ist nicht beste Alternative. Ich meinte eher synthetische Krafstoffe wie Pit oder solche die durch Algen erzeugt werden. Auch da gibt es interessante Ansätze denen leider das Forschungsgeld fehlt, da ja keine weiten Altemativen als Elektro in Frage kommen.
Der Glaube, dass das Energieproblem mit Photovoltaik zu lösen sei ist leider nicht zutreffend.
Gruß
Andreas
Re: Sinnhaftigkeit einer Elektro-DS
[quote=maldini]
Liebe Gemeinde,
Zur grundsätzlichen sinnhaftigkeit -
Verschleißen tun unsere Autos, und seine Komponenten, weil sie von einem rotierendem, vibrierenden und wechselwarmen Benzinmotor betrieben werden. Was da alles heiß und kalt wird - nur sporadisch betrieben - sich ausdehnt und wieder zusammenzieht ....
schlichtweg altert.
Wie sagte der Schöpfer des Streescooters so schön: „Bosch kann gar keinen Elektromotor bauen, der nicht 100 Jahre hält.. „
Mit einem vibrationsweitgehend, vibrationsfreien nicht annähernd so heiss werdendem Elektomotor sind eine Menge Verschleisteile, Verscleiss generell weniger. Also auch aus Erhaltsgründen könnte eine Elektromotor Sinn machen.
2045 ist das dann auch schon wieder antik...
)
Grüsse
Karl[/quote]
Stimmt. Aber das ist nun mal die historische Technik. Und wer die nicht mag, braucht ja keine historischen Autos fahren...
Wir erhalten sie ja nicht wenn wir sie rausschmeißen
Gruß
Andreas
Liebe Gemeinde,
Zur grundsätzlichen sinnhaftigkeit -
Verschleißen tun unsere Autos, und seine Komponenten, weil sie von einem rotierendem, vibrierenden und wechselwarmen Benzinmotor betrieben werden. Was da alles heiß und kalt wird - nur sporadisch betrieben - sich ausdehnt und wieder zusammenzieht ....
schlichtweg altert.
Wie sagte der Schöpfer des Streescooters so schön: „Bosch kann gar keinen Elektromotor bauen, der nicht 100 Jahre hält.. „
Mit einem vibrationsweitgehend, vibrationsfreien nicht annähernd so heiss werdendem Elektomotor sind eine Menge Verschleisteile, Verscleiss generell weniger. Also auch aus Erhaltsgründen könnte eine Elektromotor Sinn machen.
2045 ist das dann auch schon wieder antik...
Grüsse
Karl[/quote]
Stimmt. Aber das ist nun mal die historische Technik. Und wer die nicht mag, braucht ja keine historischen Autos fahren...
Wir erhalten sie ja nicht wenn wir sie rausschmeißen
Gruß
Andreas